Ich kaufe überhaupt keine Süßigkeiten.
Ich kaufe Obst, auch mal Mandeln oder Walnusskerne. Außerdem habe ich immer Honig da, mit dem ich mir auch mal einen Naturjoghurt versüße. Und eine Weile habe ich mir damit auch mal Pfannkuchen selbstgemacht.
Aber Kekse oder Schokolade kaufe ich nicht und esse ich deswegen auch nur selten.
Heute habe ich ein Pick Up geschenkt bekommen. So ein dunkles, mit dunklem Keks und heller Füllung. Und weil ich so erquickt war, habe ich das auch gegessen.
Und während ich das so aß, gingen mir ein paar Gedanken durch den Kopf.
Nämlich unter anderem:
Warum isst man das überhaupt?
Und: JA, ich konnte mir das echt gut vorstellen, das auch jeden Tag zu essen!
Es ist ja nicht so, dass ich nicht so ein Süßmaul wäre!
Ich LIEBE süße Sachen! Und dennoch verzichte ich auf sie. Und das, wenn ich mir das mal überlege, sogar tagtäglich echt erfolgreich.
Eigentlich könnte ich immer noch superstolz auf mich sein, selbst wenn ich an einem Tag mal VIER Äpfel und eine Banane essen würde. Statt eben, wie in alten Zeiten, Schokoriegel und Co., aber bis die Tüte leer ist.
Bei uns zuhause gab es immer jeden Nachmittag, wenn meine Mutter aus der Arbeit kam, Kaffee und Kekse. Jeden Nachmittag. So eine Kekspackung hielt dann vielleicht 2 Tage (bei meinen Eltern. Wenn ich dann nämlich noch dazukam, nur einen).
Nicht nur, dass das inzwischen zu einem Ritual geworden ist und wir alle wahrscheinlich schon wie Pawlowsche Hunde darauf konditioniert sind. Nein, man ist auch einfach total an das tägliche Kekse-Essen gewöhnt!
Supersüß, krümelig, halt keksig. Mit dieser Füllung, oder aber mit Schokolade überzogen.
Einfach mal völlig andere Konsistenzen, als das, was man vom Gemüse kennt (was ich ja ausschließlich esse). Total trocken statt "saftig", mit viel Wasser. Und eben quietsch süß. Geballter Zucker. - Aber gar nicht mal nicht-lecker, das will ich gar nicht sagen.
Es ist halt einfach Gewöhnungssache!
Man hat die Wahl:
Entweder, man behält es als Selbstverständlichkeit bei, jeden Tag so etwas Künstliches, Produziertes zu essen wie Kekse oder Riegel oder was es nicht alles gibt. ( - Und viele merken nicht einmal, dass sie tagtäglich soetwas essen!)
Oder aber man gewöhnt sich das ab. Und gibt sich mit natürlichen, süßen Produkten wie Obst zufrieden, die dann eben nicht zu "Süßigkeiten" zählen.
Denn was bietet uns das Süßkram denn?
Von Nährstoffen kann da nicht die Rede sein... Man bekommt halt einfach Süße.
Süßes Essen, = viele Kalorien, in einem Produkt, das man in der Natur so nicht findet.
Einfach ein Haufen Zucker (und Fett), ohne irgendwelche anderen wertvollen Inhaltsstoffe.
Bloß Süßes.
Und weil der Mensch bekanntlichermaßen Süßes liebt, isst er eben auch gerne viele dieser kleinen Leckereien...
Ich bin heilfroh, einfach ganz selbstverständlich konsequent keine Süßigkeiten zu kaufen. Denn das hat einfach NICHTS Gutes! Außer eben diesen süchtig machenden supersüßen Geschmack. (Und selbst das zählt ja eher zu den Kontra-Punkten.)
Einfach unnötig!
Mittwoch, 23. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
Sport Update
Stand: 22. Mai 2012
Ich habe derzeit nichts Anderes zu tun, als zum Sport zu gehen.
Nicht selten besuchte ich zuletzt sowohl mittags als auch abends Kurse.
Seit ich nun vor genau einer Woche meinen 2er Split bekam, gehe ich erstmals seltener zum BodyPump. Das wäre vorher niemals in die Tüte gekommen. Und auch gar nicht nötig gewesen, weil ich ohnehin keinen Muskelkater mehr vom BodyPump bekam, wovon ich mich hätte erholen müssen.
Seit dem richtigen Krafttraining muss ich da schon mehr auf meine Regeneration achten. Ich habe täglich Muskelkater und überreize es nicht mit zusätzlichem BodyPump. - Ganz offensichtlich bewirkt der Kraftplan gerade mehr, als es BodyPump die letzten Monate getan hat. Ergo fliegt BodyPump wohl über Kurz oder Lang raus.
Dafür habe ich den Bauch-Intensiv-Kurs für mich entdeckt.
Genau genommen ist meine Rumpfwandmuskulatur inzwischen zu meinem Steckenpferd geworden, was mir mittlerweile in den Kursen wirklich Spaß bereitet!
Ich liebe es, mit genau dieser Rumpfwandspannung zu arbeiten und entsprechende Übungen zu machen.
Und ich warte jedesmal auf die Kurse, die mich neu herausfordern :) Und einige Trainer haben da doch noch die ein oder andere Übung in petto, die ich spüre.
Allerdings auch hier - leider leider kein Muskelkater. Zu wenige Wiederholungen, zu wenige Sätze. Stattdessen sämtliche Übungen aneinandergereiht, pausenlos, mal für den oberen Anteil, mal für den unteren, mal isoliert, mal zusammen, aber immer viel zu kurz. - Kein Brennen, kein Abkacken, kein Muskelkater. Schade. Potenzial wieder einmal verschenkt. Und 30 Minuten wären eigentlich ausreichend für einen Bauchkurs, der reinhauen soll...
Von meinem Trainer habe ich Bauch/Rumpfwand-Übungen mit weitaus größerem Potenzial bekommen. Also wird der Bauchkurs in Zukunft für mich wohl auch aussterben. - Ich werde einfach in kürzerer Zeit bessere Ergebnisse erzielen. Mit den Übungen, wie ich sie aus dem European Spin Gym, European Muscle Power und European TAE BO (Video) kenne. Und mit denen meines Trainers.
In kürzerer Zeit zum größeren Erfolg, lautet da neuerdings die Devise.
BodyCombat besuche ich soweit weiterhin. Der Kurs, in dem ich mich mal richtig bewegen kann. Aber seit die Trainer die einzelnen Tracks austauschen, komme ich kaum noch auf meine Kosten.
JA, ich habe etwas gegen Combat.
Ich mag das Konzept nicht. Einzig und allein die Musik ist geil.
Letzte Woche habe ich European TAE BO (ETB) wieder aufgenommen. Seitdem habe ich schon 2 mal mit einem Freund trainiert. Ich trainiere ihn, im Gegenzug motiviert er mich, das überhaupt zu tun. - Die perfekte Symbiose :)
Ich hoffe, er wird auch weiterhin Lust auf dieses geile Training haben.
Was nämlich im Gegensatz zum Combat
- endlich einmal kein Rumgehampel oder Kampf-Getue ist,
- durch die freie Übungsauswahl, jede Stunde aufs Neue, mehr Möglichkeiten bietet,
- ein kurzes aber knackiges Training darstellt, ohne lästige Wiederholungen
- effektiv und gezielt während der einzelnen Übungen bestimmte Muskelgruppen/bzw. Herz-Kreislauf trainiert (statt wie im Combat mit zig verschiedenen, wild miteinander kombinierte Techniken, die gesamte Stunde hindurch, versucht zu punkten)
- ein wesentlich geringeres Verletzungsrisiko darstellt (in 2 Jahren ETB hatte ich nie irgendwelche Gelenk-Probleme. Combat schafft das durch dieses undurchdachte Konzept und die wahllose Kombination von Einzeltechniken, die auf die Musik zugeschnitten werden, bei mir immer wieder),
- nicht zuletzt durch die vom Teilnehmer selbst gewählten Pausen innerhalb einer Stunde ein wesentlich individuelleres Training, an den eigenen (Adrenalin- und Herzfrequenz- ;) ) Grenzen, ermöglicht,
- ach und überhaupt, durch die Übungen und die Gruppendynamik, die durch das laute Mitzählen der Teilnehmer entsteht, wesentlich mehr rockt.
Ich bin froh, ETB wiederentdeckt zu haben, und jetzt an dem Punkt zu sein, richtiges Training wirklich zu schätzen!
Ich scheue mich nicht mehr vor ungeliebten Übungen. Liegestützen? - Nie wieder ohne. Jumping Jack (=Hampelmann)? Oh ja, bitte. Schnelle Kombinationen, mit viel Kraft? - Dürfen auch nicht mehr fehlen. - Die Pumpe muss so richtig gehen. Dann kommt auch der Kampf :)
Am Sonntag habe ich sogar Combat dafür sausen lassen. Dafür haben der Freund und ich noch am selben Abend eine private ETB-Stunde eingelegt - und es war geil und die richtige Entscheidung! :)
Das heißt, auf meinem Plan ist gerade mein Krafttraining ganz groß, genau wie ETB, was Kraft und Ausdauer miteinander kombiniert.
Anfang nächsten Monats, wenn ich denn dann endlich mal von meinem Arbeitgeber ausgezahlt werde, kommen dann noch Laufschuhe dazu. Dann lautet der Plan (zumindest bislang): Mit Laufen anfangen. Draußen? Drinnen? Wie lang? - Intervall? (Intervalltraining reizt mich, weil ich Umherdümpeln hasse. Ich brauche immer mal wieder Spitzen. Ich bin viel zu aufgeregt, um immer konstant zu fahren...) - Aber ich will das Laufen erstmal kennenlernen, bevor ich mir Gedanken zum genaueren Vorgehen mache.
Und dann werde ich meinem Bewegungsdrang (einer erfüllenden Ganzkörper-Bewegung/-Anstrengung) endlich so richtig nachgehen.
Und dabei noch Pumpen, weil ich Krafttraining so gerne mag :)
Die Vorfreude auf die nächsten Wochen macht mich da noch viel kribbeliger und glücklicher, als ich es jetzt schon bin :)
Sonntag, 20. Mai 2012
Die Wichtigkeit des richtigen Trainingspartners
Nachdem ich Dienstag den ersten Teil meines 2er-Splits mit meinem Trainer zusammen durchgegangen bin (sämtliche Übungen mit allen Sätzen gemeinsam) und ich heute blöderweise - es ging leider nicht anders - den zweiten Teil alleine durchgehen musste (leider überhaupt zum ersten Mal), kann ich von diesem ersten gemeinsamen Training nur schwärmen...
Ich möchte einmal auf die Wichtigkeit eines guten und aufmerksamen Trainingspartners eingehen.
Wie war das am Dienstag?
Ich wusste nicht, was mich erwartet. Wir starteten mit Bankdrücken. Okay, war mir ein Begriff, und fand ich gut.
Wir gingen also zur Flachbank und bauten erst einmal sämtliche Gewichte von der massiven Stange.
"Was wiegt denn die Stange?"
- "Ohne Gewichte? - 20kg"
Okaaay, dachte ich mir, und packte weiter die 20kg und 10kg-Scheiben runter... Krass
Aufwärmen.
2 Sätze ohne Gewicht. Bloß die Stange. Mal langsam, mal explosiv. Ein Gefühl für die Stange bekommen. Für die Griffweite. Für die Bewegung.
2 weitere Sätze zum Erwärmen mit niedrigen Gewichten. Jetzt auf die Belastung vorbereiten. Die Brust spüren und den Muskel erwärmen. Gleich geht's los.
Ich wusste, er schaut mir dabei zu. Ich wusste, er greift ein, wenn ich etwas nicht richtig mache. Auch wie er so nah am Kopfende stand, so über mir, gab er mir das Gefühl, da zu sein.
Und los ging's.
Nachdem wir uns beim ersten Satz mit 40kg etwas verschätzt hatten, haben wir uns beim nächsten auf 35kg, meine ich, runterkorrigiert. Oder sogar auf 30? - Jedenfalls zählt der erste Satz nicht ;) Das Training fand in den übrigen 3 Sätzen statt.
Hallelujah, war das nett!
Indem er beide Hände griffbereit knapp unter der Hantelstange hielt, signalisierte er mir, sofort zupacken zu können, wenn ich Hilfe brauchte.
Und er sah, wann ich Hilfe brauchte! Ich musste nichts sagen, keinen Ton von mir geben. Er sah es mir an.
Und dann griff er zu. Und half mir mit nur ein bisschen Unterstützung nach. - Und rettete mich damit! Wirklich.
In den folgenden Sätzen, in denen ich aufgrund des Gewichts und vor allem der ungewohnten Stabilisationsarbeit (die Hantelstange schwankte doch schon etwas), ziemlich kämpfte, sagte er mir an: "Noch drei!" - Und, oh mein Gott, ich selbst hätte NIE noch 3 gemacht! Ich hätte noch eine ernsthaft mit Good-Will gemacht und mir schon vorgenommen, die zweite nur noch anzufangen aber auf jeden Fall abzubrechen ^^ Aber noch drei ernsthaft und mit Vollpower?? Boah. Und er befahl es mir einfach! Er bestimmte es einfach. - Und ich wusste: Wenn ER 3 sagt, dann musst du eh 3 machen! Und ER weiß, dass du das kannst!
Wenn ER schon den Glauben in mich setzt. Ey, dann muss ich das jawohl hinkriegen!
Wenn jemand anders Glauben in mich setzt, dann muss ich erst recht an mich glauben!
Und auch bei der nächsten Übung, Bankdrücken mit der Kurzhantel, aber statt auf der Flachbank mit dem Schultergürtel auf einem Gymnastikball liegend, unterstütze er mich, indem er meine Bewegung knapp unterhalb meiner Ellbogen etwas führte. Und allein das zu fühlen, gab mir Sicherheit und Vertrauen.
Meine Güte, das hört sich vielleicht an. Hat ja schon was Intimes, nicht wahr ;)
Aber genau das ist es:
Mein Trainingspartner (und das ist mein Trainer ja nur einmalig gewesen, ab sofort brauche ich ja für mein regelmäßiges Training einen anderen :) ) wird mir in diesen Stunden wirklich beistehen müssen.
Und ich, als guter Trainierender, werde folgen. Ich werde das so machen, wie er es vorgibt. Ich werde durch mein Vertrauen in meinen Partner meine Selbstbestimmung abschalten.
Und dann heißt es auch nicht mehr: Kräfte einteilen.
Denn man lebt nur in diesem einem Satz.
Nur dieser eine Satz ist das, was zählt.
Und man macht immer nur diese eine Wiederholung. Aber das immer wieder.
Jede Wiederholung wird sauber ausgeführt, egal, ob es die dritte ist, oder schon die fünfte oder achte. Die ersten werden nicht geschlampt, damit die letzten besser funktionieren. Jede Wiederholung mit größter Aufmerksamkeit und Perfektion.
Und in der Pause regeneriert man. Und weil der Kopf aus ist, lebt man auch bloß genau in dieser Pause. Bis es dann heißt: Weiter geht's. Dann lebt man wieder bloß in diesem einen Satz. Von Neuem. Alles auf Null.
Mit einem Partner kann man wirklich den Kopf abschalten. Man muss nicht zählen. Man drückt einfach! Er zählt für einen. Man macht einfach so viel, wie geht. Und noch 2 mehr. Weil ER es sagt. Und weil die wirklich noch gehen! - Genau so.
Und so geht es von Satz, zu Satz, zu Satz, zu Satz. - Und dann hat man etwas geschafft!
Ich will mich nicht mit Gewichtsangaben herumschlagen. Ich wünschte, ich könnte ganz instinktiv auflegen.
Denn ich neige dann dazu, nicht 100 Prozent zu geben.
Bei all den Übungen, die ich heute alleine gemacht habe, habe ich mir zuvor ein bestimmtes Gewicht errechnet, das ich bewegen könnte, und habe dann die "vorgeschriebenen" Wiederholungen durchgezogen. Aber wenn ich nicht mitgezählt hätte, und ich bloß von Wiederholung zu Wiederholung gedacht hätte, dann hätte ich noch dutzende mehr Wiederholungen geschafft! - Deswegen wäre ich mit meinem Trainer heute auch wieder richtig an meine Grenzen und darüber hinaus gegangen. Aber da ich alleine war, habe ich einen Gang zurückgeschaltet.
In Zukunft werde ich meine Gewichte lieber schwerer als zu leicht wählen. Und wenn die Vorgabe 8-15 Wiederholungen lautet, dann darf ich unter keinen Umständen mehr als 15 Wiederholungen schaffen können! Und das würde nämlich bedeuten, dass ich mich von vornherein schon eher an 10 Wiederholungen orientieren müsste. Weil 2 oder 3 weitere Wiederholungen IMMER noch gehen!
8-15 bedeutet also: Irgendwo hier drin, egal ob bei 9 oder bei 13, musst du abkacken! Aber dann so richtig!
Und deshalb hätte ich gerne einen Trainingspartner.
Damit ich mich auch traue, so viel Gewicht aufzupacken. Damit ich die letzten beiden Wiederholungen nur mit Hilfe schaffe. Denn die hauen so richtig rein.
Wäre ich alleine, würde ich wahrscheinlich nicht nur auf diese letzten beiden Wiederholungen verzichten, sondern aus fehlendem Selbstvertrauen oder aus Vorsicht lieber die eine zwar noch eigenständige aber doch schon ziemlich wackelige Wiederholung davor auch schon weglassen.
Und genau diese 3 Wiederholungen, die einen Sau-Trainingseffekt haben, würden mir alleine fehlen.
Mal ganz von meiner Motivation zu schweigen.
Wenn ich plötzlich mit den Gewichtsangaben jonglieren muss. Und die Wiederholungen selbst zählen muss. Und selbst auf meine Technik achten muss, als würde ich mich von außen beobachten. Und mich selbst beobachten muss, um abzuschätzen, was ich mir selbst zutrauen kann. Und mich dabei auch noch hart rannehmen. Geht das überhaupt?
Bei einem Trainingspartner kann ich mich viel mehr fallen lassen. Weil ich mir um diese Sachen dann keinen Kopf mehr machen muss. Und wirklich bloß in diesem Moment lebe und da liege und drücke. Immer nur diese eine Wiederholung. Bis zum absoluten Abkacken. Zum absoluten. - Und dann wäre ich sicher.
Und selbst?
Ich glaube, selbst kann ich auch genau so ein Trainingspartner sein.
Ich bringe genügend Ernsthaftigkeit mit, um wirklich unterstützend agieren zu können. Um zu pumpen!
Zwar fehlt mir noch die Erfahrung in diesem Bereich, schließlich habe ich noch nie selbst gepumpt oder dabei begleitet. Aber zutrauen tue ich es mir. Und Lust darauf habe ich auch. Aufmerksam zu sein, acht zu geben, zu motivieren, und an Grenzen zu führen.
Ich möchte einmal auf die Wichtigkeit eines guten und aufmerksamen Trainingspartners eingehen.
Wie war das am Dienstag?
Ich wusste nicht, was mich erwartet. Wir starteten mit Bankdrücken. Okay, war mir ein Begriff, und fand ich gut.
Wir gingen also zur Flachbank und bauten erst einmal sämtliche Gewichte von der massiven Stange.
"Was wiegt denn die Stange?"
- "Ohne Gewichte? - 20kg"
Okaaay, dachte ich mir, und packte weiter die 20kg und 10kg-Scheiben runter... Krass
Aufwärmen.
2 Sätze ohne Gewicht. Bloß die Stange. Mal langsam, mal explosiv. Ein Gefühl für die Stange bekommen. Für die Griffweite. Für die Bewegung.
2 weitere Sätze zum Erwärmen mit niedrigen Gewichten. Jetzt auf die Belastung vorbereiten. Die Brust spüren und den Muskel erwärmen. Gleich geht's los.
Ich wusste, er schaut mir dabei zu. Ich wusste, er greift ein, wenn ich etwas nicht richtig mache. Auch wie er so nah am Kopfende stand, so über mir, gab er mir das Gefühl, da zu sein.
Und los ging's.
Nachdem wir uns beim ersten Satz mit 40kg etwas verschätzt hatten, haben wir uns beim nächsten auf 35kg, meine ich, runterkorrigiert. Oder sogar auf 30? - Jedenfalls zählt der erste Satz nicht ;) Das Training fand in den übrigen 3 Sätzen statt.
Hallelujah, war das nett!
Indem er beide Hände griffbereit knapp unter der Hantelstange hielt, signalisierte er mir, sofort zupacken zu können, wenn ich Hilfe brauchte.
Und er sah, wann ich Hilfe brauchte! Ich musste nichts sagen, keinen Ton von mir geben. Er sah es mir an.
Und dann griff er zu. Und half mir mit nur ein bisschen Unterstützung nach. - Und rettete mich damit! Wirklich.
In den folgenden Sätzen, in denen ich aufgrund des Gewichts und vor allem der ungewohnten Stabilisationsarbeit (die Hantelstange schwankte doch schon etwas), ziemlich kämpfte, sagte er mir an: "Noch drei!" - Und, oh mein Gott, ich selbst hätte NIE noch 3 gemacht! Ich hätte noch eine ernsthaft mit Good-Will gemacht und mir schon vorgenommen, die zweite nur noch anzufangen aber auf jeden Fall abzubrechen ^^ Aber noch drei ernsthaft und mit Vollpower?? Boah. Und er befahl es mir einfach! Er bestimmte es einfach. - Und ich wusste: Wenn ER 3 sagt, dann musst du eh 3 machen! Und ER weiß, dass du das kannst!
Wenn ER schon den Glauben in mich setzt. Ey, dann muss ich das jawohl hinkriegen!
Wenn jemand anders Glauben in mich setzt, dann muss ich erst recht an mich glauben!
Und auch bei der nächsten Übung, Bankdrücken mit der Kurzhantel, aber statt auf der Flachbank mit dem Schultergürtel auf einem Gymnastikball liegend, unterstütze er mich, indem er meine Bewegung knapp unterhalb meiner Ellbogen etwas führte. Und allein das zu fühlen, gab mir Sicherheit und Vertrauen.
Meine Güte, das hört sich vielleicht an. Hat ja schon was Intimes, nicht wahr ;)
Aber genau das ist es:
Mein Trainingspartner (und das ist mein Trainer ja nur einmalig gewesen, ab sofort brauche ich ja für mein regelmäßiges Training einen anderen :) ) wird mir in diesen Stunden wirklich beistehen müssen.
Er wird ständig aufmerksam und auf mich fixiert sein. Meine Technik im Auge behalten. Meinen Kampf mit ansehen. Mich motivieren. Und pushen! Mir sagen, wie viel ich noch schaffe. Und er wird da sein. Und mir helfen. Und mich da durchbringen. Aber nur, wenn er zuvor aufmerksam genug beobachtet und meine Grenzen wirklich erkannt hat. Dann wird er mich darüber führen.
Und ich, als guter Trainierender, werde folgen. Ich werde das so machen, wie er es vorgibt. Ich werde durch mein Vertrauen in meinen Partner meine Selbstbestimmung abschalten.
Und dann heißt es auch nicht mehr: Kräfte einteilen.
Denn man lebt nur in diesem einem Satz.
Nur dieser eine Satz ist das, was zählt.
Und man macht immer nur diese eine Wiederholung. Aber das immer wieder.
Jede Wiederholung wird sauber ausgeführt, egal, ob es die dritte ist, oder schon die fünfte oder achte. Die ersten werden nicht geschlampt, damit die letzten besser funktionieren. Jede Wiederholung mit größter Aufmerksamkeit und Perfektion.
Und in der Pause regeneriert man. Und weil der Kopf aus ist, lebt man auch bloß genau in dieser Pause. Bis es dann heißt: Weiter geht's. Dann lebt man wieder bloß in diesem einen Satz. Von Neuem. Alles auf Null.
Mit einem Partner kann man wirklich den Kopf abschalten. Man muss nicht zählen. Man drückt einfach! Er zählt für einen. Man macht einfach so viel, wie geht. Und noch 2 mehr. Weil ER es sagt. Und weil die wirklich noch gehen! - Genau so.
Und so geht es von Satz, zu Satz, zu Satz, zu Satz. - Und dann hat man etwas geschafft!
Ich will mich nicht mit Gewichtsangaben herumschlagen. Ich wünschte, ich könnte ganz instinktiv auflegen.
Denn ich will mich davon freimachen, mit einer bestimmten Zahl eine bestimmte Zahl zu pressen.
Also ein bestimmtes Gewicht eine bestimmte Wiederholungszahl zu bewegen.Denn ich neige dann dazu, nicht 100 Prozent zu geben.
Bei all den Übungen, die ich heute alleine gemacht habe, habe ich mir zuvor ein bestimmtes Gewicht errechnet, das ich bewegen könnte, und habe dann die "vorgeschriebenen" Wiederholungen durchgezogen. Aber wenn ich nicht mitgezählt hätte, und ich bloß von Wiederholung zu Wiederholung gedacht hätte, dann hätte ich noch dutzende mehr Wiederholungen geschafft! - Deswegen wäre ich mit meinem Trainer heute auch wieder richtig an meine Grenzen und darüber hinaus gegangen. Aber da ich alleine war, habe ich einen Gang zurückgeschaltet.
In Zukunft werde ich meine Gewichte lieber schwerer als zu leicht wählen. Und wenn die Vorgabe 8-15 Wiederholungen lautet, dann darf ich unter keinen Umständen mehr als 15 Wiederholungen schaffen können! Und das würde nämlich bedeuten, dass ich mich von vornherein schon eher an 10 Wiederholungen orientieren müsste. Weil 2 oder 3 weitere Wiederholungen IMMER noch gehen!
8-15 bedeutet also: Irgendwo hier drin, egal ob bei 9 oder bei 13, musst du abkacken! Aber dann so richtig!
Und deshalb hätte ich gerne einen Trainingspartner.
Damit ich mich auch traue, so viel Gewicht aufzupacken. Damit ich die letzten beiden Wiederholungen nur mit Hilfe schaffe. Denn die hauen so richtig rein.
Wäre ich alleine, würde ich wahrscheinlich nicht nur auf diese letzten beiden Wiederholungen verzichten, sondern aus fehlendem Selbstvertrauen oder aus Vorsicht lieber die eine zwar noch eigenständige aber doch schon ziemlich wackelige Wiederholung davor auch schon weglassen.
Und genau diese 3 Wiederholungen, die einen Sau-Trainingseffekt haben, würden mir alleine fehlen.
Mal ganz von meiner Motivation zu schweigen.
Wenn ich plötzlich mit den Gewichtsangaben jonglieren muss. Und die Wiederholungen selbst zählen muss. Und selbst auf meine Technik achten muss, als würde ich mich von außen beobachten. Und mich selbst beobachten muss, um abzuschätzen, was ich mir selbst zutrauen kann. Und mich dabei auch noch hart rannehmen. Geht das überhaupt?
Bei einem Trainingspartner kann ich mich viel mehr fallen lassen. Weil ich mir um diese Sachen dann keinen Kopf mehr machen muss. Und wirklich bloß in diesem Moment lebe und da liege und drücke. Immer nur diese eine Wiederholung. Bis zum absoluten Abkacken. Zum absoluten. - Und dann wäre ich sicher.
Und selbst?
Ich glaube, selbst kann ich auch genau so ein Trainingspartner sein.
Ich bringe genügend Ernsthaftigkeit mit, um wirklich unterstützend agieren zu können. Um zu pumpen!
Zwar fehlt mir noch die Erfahrung in diesem Bereich, schließlich habe ich noch nie selbst gepumpt oder dabei begleitet. Aber zutrauen tue ich es mir. Und Lust darauf habe ich auch. Aufmerksam zu sein, acht zu geben, zu motivieren, und an Grenzen zu führen.
[Buch] Die Bodybuilding-Bibel
Vorgestern bin ich in der Mayerschen über das Buch Die Bodybuilding-Bibel - Natürlich, erfolgreich, gesund - mit 100 Übungen und Trainingsprogrammen von Berend Breitenstein gestolpert.
Es folgt keine Zusammenfassung, sondern bloß ein paar Zitate oder Informationen, die mir hängenblieben.
Wie genau Breitensteins Trainings- und Ernährungsempfehlungen sind, kann ich gar nicht sagen. Denn da ich zufrieden mit meinem Trainingsplan, meiner Übungsausführung und meiner Ernährung bin, habe ich das Buch nicht etwa aufmerksam unter diesen Gesichtspunkten gelesen sondern eher aus Interesse an den Dingen zwischen den Zeilen durchgeschmökert.
"Das tiefe Eindringen in die Schmerzzone werden Sie nur dann ertragen können, wenn Ihre Motivation, das Beste aus Ihren Möglichkeiten als Bodybuilder zu machen, sehr hoch ist."
Es ertragen, tief in die Schmerzzone einzudringen...
Außerdem ganz hilfreich, die folgende Tabelle:
Reizintensität Reizdauer Trainingswirkung
(100% = (Wdh. pro Satz)
1 Maximal-Wdh.)
leicht 40-60% 15-25 Kraftausdauer
mittel 60-80% 8-15 Muskelfaserverdickung
(Hypertrophie)
submaximal 80-85% 6-8 Hypertrophie
Intramuskuläre Koordination
schwer 90-95% 2-4 Intramuskuläre Koordination
Maximalkraft
maximal 95-100% 1-2 Intramuskuläre Koordination
Maximalkraft
Er empfiehlt weiterhin 2 Aufwärmsätze mit 50% des Trainingsgewichts mit 10-15 Wiederholungen. Den ersten Satz sehr langsam ausgeführt (zur Vorbereitung der Gelenke, Sehnen und Bänder), den zweiten schnell (für das Muskel-Nerv-Zusammenspiel).
Außerdem empfiehlt er, nicht ausschließlich auf Maximalkraft (1-5 Wdh) zu trainieren, sondern bestimmte Übungen mit 20 Wdh auszuführen. Um nicht bloß die schnell-zuckenden Typ-II-Muskelfasern für die Schnellkraft anzusprechen, sondern ebenso einen gewissen Grad die langsam-zuckenden Typ-I-Muskelfasern für die Ausdauer.
Unberücksichtigt in seinen Ausführungen blieb allerdings die Tatsache, dass bei entsprechendem Training Einfluss auf die Neubildung des Muskelfasertyps genommen werden kann.
So bringen bestimmte Körpertypen zwar von Haus aus mehr langsam-zuckende Typ-I-Fasern mit und prädestinieren sich damit als Ausdauersportler. Solche Typen würden aber durch Krafttraining auch vermehrt die schnell-zuckenden Typ-II-Fasern neubilden und damit trotz "Läufer-Genen" einen nicht minderwertigen Kraftsportler abgeben.
Das jedenfalls waren meine Erinnerungen an das Buch.
Es folgt keine Zusammenfassung, sondern bloß ein paar Zitate oder Informationen, die mir hängenblieben.
Wie genau Breitensteins Trainings- und Ernährungsempfehlungen sind, kann ich gar nicht sagen. Denn da ich zufrieden mit meinem Trainingsplan, meiner Übungsausführung und meiner Ernährung bin, habe ich das Buch nicht etwa aufmerksam unter diesen Gesichtspunkten gelesen sondern eher aus Interesse an den Dingen zwischen den Zeilen durchgeschmökert.
"Das tiefe Eindringen in die Schmerzzone werden Sie nur dann ertragen können, wenn Ihre Motivation, das Beste aus Ihren Möglichkeiten als Bodybuilder zu machen, sehr hoch ist."
Es ertragen, tief in die Schmerzzone einzudringen...
Außerdem ganz hilfreich, die folgende Tabelle:
Reizintensität Reizdauer Trainingswirkung
(100% = (Wdh. pro Satz)
1 Maximal-Wdh.)
leicht 40-60% 15-25 Kraftausdauer
mittel 60-80% 8-15 Muskelfaserverdickung
(Hypertrophie)
submaximal 80-85% 6-8 Hypertrophie
Intramuskuläre Koordination
schwer 90-95% 2-4 Intramuskuläre Koordination
Maximalkraft
maximal 95-100% 1-2 Intramuskuläre Koordination
Maximalkraft
Er empfiehlt weiterhin 2 Aufwärmsätze mit 50% des Trainingsgewichts mit 10-15 Wiederholungen. Den ersten Satz sehr langsam ausgeführt (zur Vorbereitung der Gelenke, Sehnen und Bänder), den zweiten schnell (für das Muskel-Nerv-Zusammenspiel).
Außerdem empfiehlt er, nicht ausschließlich auf Maximalkraft (1-5 Wdh) zu trainieren, sondern bestimmte Übungen mit 20 Wdh auszuführen. Um nicht bloß die schnell-zuckenden Typ-II-Muskelfasern für die Schnellkraft anzusprechen, sondern ebenso einen gewissen Grad die langsam-zuckenden Typ-I-Muskelfasern für die Ausdauer.
Unberücksichtigt in seinen Ausführungen blieb allerdings die Tatsache, dass bei entsprechendem Training Einfluss auf die Neubildung des Muskelfasertyps genommen werden kann.
So bringen bestimmte Körpertypen zwar von Haus aus mehr langsam-zuckende Typ-I-Fasern mit und prädestinieren sich damit als Ausdauersportler. Solche Typen würden aber durch Krafttraining auch vermehrt die schnell-zuckenden Typ-II-Fasern neubilden und damit trotz "Läufer-Genen" einen nicht minderwertigen Kraftsportler abgeben.
Das jedenfalls waren meine Erinnerungen an das Buch.
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